Der folgende Text stammt aus der Feder des elfischen Geisterbeschwörers Kimmuriel Schattenpfad, welcher ihn der großen Bibliothek zu Throal kurz vor seinem Tod durch, wie wir jetzt wissen die Hand des verderbten Magond enBar, zur Verfügung stellte.

Merrox, Meister des Dokumentenhauses zu Throal

 

An dieser Stelle will ich dem gewillten Leser nun vom Geisterwesen, welches im Volksmund "Werwolf" oder "Wolfswandler" genannt wird, berichten.
Meine Informationen stützen sich dabei nur auf ein Gespräch, welches ich mit "Fährte- des- Todes", einem ihrer Art, führte...

Der gemeine Namensgeber hält diese Kreaturen für blutrünstige Tötungsmaschinen, vieleicht sogar Dämonenkonstrukte, doch gleiches wird bekanntlich auch ihren tierischen Verwanden nachgesagt, und wie ein jeder, halbwegs gebildeter Scholar weiß, ist dieses beim Wolf reine Unwissenheit und Aberglaube, genauso verhält es sich beim Wolfwandler. Tatsächlich kann man sie ebenfalls als Namensgeber bezeichnen, auch wenn ich diese Bezeichnung falsch finde, denn obwohl sie eine eigene Sprache, eine eigene Kultur und die Fähigkeit zu benennen, welche einen Namensgeber auszeichnet, haben, müssn sie sich doch mit Menschen und Elfen vorpflanzen, untereinander tragen ihre Lenden niemals Frucht (seltsamer Weise können sie sich nur mit diesen Arte von Namensgebern fortpflanzen...); somit sind sie nur "normale" Namensgeber, welche besonders gesegnet oder verflucht sind.Doch wie beim "gemeinen" Namensgeber, gibt es auch bei ihnen die "Guten" und die "Bösen".

Die Legende von der Erschaffung der Wolfswandler

In grauer Vorzeit, so heißt es in den Legenden der Wolfswandler, lange bevor Thera gegründet und die Zwergenstämme, welche jetzt in Throal leben geeint waren, lange bevor der Elfenhof im Wyrmwald das Zentrum der elfischen Kultur wurde, während einer der ersten Plagen, sah Jaspree auf die Erde hernieder und ward traurig um die Zerstörung, die die Dämonen über die Welt brachten...
In dem Wissen, dass es noch mehrere Plagen geben würde, begann sie, einen Weg zu suchen, zumindest die Stätten, die ihr in der Natur am Heiligsten waren, beschützen zu können. Lange dachte sie nach, doch bald wurde ihr klar, dass solch ein Schutz niemals nur durch ihr Wirken geschaffen werden könnte und so suchte sie die anderen Passionen um Rat und bat sie, ihr bei ihrer Schöpfung zu helfen; diese sahen das gute in Jasprees Ziel und willigten ein.
Dann suchte sie auf der ganzen Welt nach Namensgebern, die ihr Geschenk empfangen konnte, und sie fand solche in einer kleinen Siedlung, nur aus Elfen und Menschen bestehend; diese Menschen lebten im Einklang mit der Natur und huldigten Jaspree über alles, als diese ihnen erschien; wissend, dass diese würdig waren, gab Jaspree ihnen den Körper des Wolfes, damit diese gegen die Dämonen kämpfen konnten; auch die anderen Passionen gaben ihnen etwas ihrer selbst, wie sie Jaspree versprochen hatten:  Thystonius gab ihnen die Kraft und Mynbruje den Mut, sich den Dämonen zu stellen, Floranuus gab ihnen die Energie zu kämpfen und Raschmoron die nötige Ausdauer. Chorrolis schenkte das Verlangen die Natur zu beschützen und Garlen jenen Namensgebern die Geborgenheit in der Wildnis, Astendar die Liebe zu der Natur, die sie verteidigen sollten; Lochost gab den Willen, sich den Dämonen niemals zu beugen. Erendis gab die Hierachie des Rudels, eine Ordnung, die vermeiden sollte, dass unnötige Machtkämpfe zur falschen Zeit entstehen. Nur das Geschenk Vestrials's Geschenk war zwispältig, denn er gab ihnen die Möglichkeit, sich über diese Gaben hinwegzusetzen...

Und so schützten die Wolfsmenschen die heiligsten Stätten in der Natur während der Plage vor der letzten, auch wenn ihre Verluste groß waren... und sie wurden übermütig und begannen sich als das höchste lebende Wesen neben den Passionen und den Drachen zu sehen... sie wurden stolz; stolz auf ihre Taten, stolz auf die taten ihrer Ahnen, denn nach der Plage hatten sie selbst nichts großes mehr erreicht. Doch sie sonnten sich im Ruhm ihrer Vorfahren.

Während der letzten Plage begann Raggok wieder auf die Wolfswandler aufmerksam zu werden, von dem Wahnsinn, der von ihr Besitz ergriffen hatte nichts wissend, wurden die Wolfswandler, indem sie den gewonnenen  falschen Stolz nutzte (über das "wie genau" schwieg sich mein Freund aus, und war auch nicht gewillt, darüber zu reden), jedoch denke ich, dass Vestrials geschenk dieses erst ermöglichte. Durch diese Tat gelang es Vestrial, das Geschenk Floranuus's zu pervertieren und jene reine Kraft, dei ihnen anheim war in Zorn umzuwandeln. Und die Wolfswandler begannen auffeinander selbst loszugehen und ihre heilige Pflicht zu vergessen. Als Jaspree sah, was geschehen war, ward sie wütend und stob ihre Diener auseinander, um sie ihrem Schicksal zu überlassen.

Der Wolfswandler im Spiel

Die Wolfswandler führen nun, über ganz Barsaive verstreut, ein recht unterschiedliches Leben, durch Vestrials erstes Geschenk auf die unterschiedlichste Art und Weise; einige leben in Höhlen, bar jeglicher Zivilisation, während andere in kleinen Dörfern leben. Auch in ihrer Einstellung gibt es größte Unterschiede, während dieEr scheint alles andere als ersfreut über eure Anwesenheit... einen den Fehler, den sie gemacht haben, erkannt haben, und nun probieren, die Gunst Jaspree's widerzuerlangen, leben andere noch immer das Leben, dass Raggok ihnen "geschenkt" hat, den Dämonen an Brutalität und Zerstörungslust gleichend. Allen diesen Sippen oder Rudeln ist jedoch ihr Aufbau einig; ihre Gemeinschaft ist hierarchisch, ähnlich der eines Wolfsrudels aufgebaut; ausserdem besitzt jede ein festes Revier, welches sie, wie Wölfe, markieren und beschützen, wobei viele um die heiligen Stätten Jasprees aufgebaut sind.

Es stimmt nicht ganz, dass sie sich nur mit Elfen oder Menschen fortpflanzen können; auch mit Wölfen ist dieses möglich, wobei sie in diesem Fall die Namensgebergestalt des Wolfswandlerelterteils haben. Wenn sich zwei Woldwandler unterschiedlicher Namensgeberrassen paaren, entscheidet der Zufall, welcher Rasse das Kind angehört. Obwohl die Nachkommenzahl nie besonders hoch war (ein anderes Geschenk von Garlen wäre vielleicht besser gewesen :) ) ist sie seit dem Fall der Rasse nun durchaus noch unter der T'skrang, so dass die Wolfswandler langsam aussterben werden, wenn nicht irgendetwas geschehen wird. 
Jedoch leben Wolfswandler lange (für einen Menschen), so ist ihre natürliche Lebenserwartung ungefähr 200 Jahre (unabhängig von der Rasse, welcher sie angehören).

Wolfswandler haben 4 Formen:

Namensgeber diese Gestalt entspricht der eines normalen Namensgebers, sei es mensch oder Elf
Hybridenform Der "klassische" Werwolf, ist diese Form eine Mischung aus Namensgeber und Wolf; gut 50% größer als die Namensgeberform, ist dieses der muskelbepackte und haarige Alptraum aus Legenden
Riesenwolf Ebenso groß und muskelbepackt wie die Hybriedenform, entspricht diese einem riesigen Wolf; obwohl sie schneller ist als jene Form, fehlen hier due wichtigsten Wekzeuge eines Namensgebers; seine Hände
Wolf ein ganz normaler Wolf

Die gefürchtete Hybridenform

 

 

Statistik

GES  +4/ +2/ +1 STÄ +6/ +7 /+0 ZÄH +5/+4/+0
WAH  +3/ +5/ +5 WIL  +3/ +3 / +0 CHA +0 /+0  /+0
Initiative: mod. GES-Stufe körperl. WsK +6 /+5 /+0
Angriffanzahl:  1 oder 3 / 3/ 1 mag. WsK  +4 
Angriff:  mod. Waffenloser Kampf Soziale WsK +3
Schaden: siehe unten Rüstung: 5/ 5 / 2
Anzahl der Zauber: evtl. Myst. Rüstung: +5 
Spruchzauberei:  evtl. Niederschlag: Stä- Stufe
Wirkung:  evtl. Erholungsproben: siehe unten
Todesschwelle: +20 / +20 / +0 Laufleistung im Kampf: siehe
Verwundungsschwelle: +6/ +6/+0 Laufleistung normal:      unten
Bewußtlosigkeitsschwelle: +18/ +18 /+0
Legendenpunkte: unterschiedl. Ausrüstung: evtl.
Beute: evtl.

Kommentar: Die Änderungen sind in der Reihenfolge Hybrid/ Riesenwolf/ Wolf. Für Namensgeber gelten die normalen Werte. Wolfwandler käpfen entweder mit Waffe oder mit ihren Klauen und Maul, mit der Waffe können sie nur in der Hybridenform angreifen. Wenn sie in der Hybriden- oder Riesenwolfform sind, können sie auch mit Zähnen und Klauen angreifen, wobei Jede Klaue Stä + 4 Schaden macht und das Maul Stä + 6! In Wolfform macht es Stä +3.Zudem verfügen sie über eine starke Regenerationsfähigkeit, welche ihnen erlaubt, in jeder Runde (in jeder gestalt ausser der Geburtsform) eine Erholungsprobe zu machen, solange sie sich ausruhen (d.h. nicht kämpfen...); auf Grund dieser rapiden Heilung ist es sogar möglich abgetrennte Körperteile wieder nutzbar zu machen. Sie müssen nur innerhalb von zwölf Stunden nach der Amputation an den Körper gehalten werden und der Werwolf muß eine Wunde (die von der Amputationsverletzung...) regenerieren (wenn sie diese vorher heilen, ist die Wunde geschlossen und das Glied verloren...). Wolfwandler haben trotz all dieser Stärken eine Schwäche: Silber (das Metall des Mondes), von diesem Erleiden sie 1,5* Schaden (aufgerundet), welchen sie nur mit normalen Erholungsproben heilen können. Obwohl Wolfwandler schon einzeln gefährlich sind, streifen sie meist in Rudeln von 4- 6 Namensgebern umher. In diesem Fall erlauben ihnen, ihre angeborenen Sinne und Instinkte, absolut gleichzeitig zu handeln (mit der !höchsten! Initiative). Wolfwandler sind oft Adepten, wobei Krieger und Schamanen die häufigsten sind; es gibt aber auch viele nichtadepten, diese erhalten jedoch Erholundproben als wären sie welche.

 

 

Anmerkung des Autors:
Ich habe im Netz bereits viele Aufarbeitungen des Werwolfthemas gefunden, jedoch war ich mit keiner richtig zufrieden; entweder waren sie "Garou" aus Werewolf: The Apokalypse von White Wolf oder sie hatten sich vom Werwolfthema zu weit entfernt... Dieser Text soll sie logisch in die Welt von Earthdawn intergrieren, ohne dass sie das Flair jenes oben genannten Spiels verlieren (aber nicht wie ein billiger Abklatsch aussehen...), ich hoffe, dass ist mir hiermit gelungen, für Anregungen und Kritik bin ich offen und wäre erfreut, diese zu hören! Für wen ich mich zu weit von Werewolf entfernt habe: es ist ein leichtes, die Umbra bei Earthdawn einzubauen, nehmt einfach den Astralraum (schließlcih hat White Wolf sich auch von "Shadowrun" inspirieren lassen, daher sind sich beide sehr ähnlich)!!!

Gabriel von Hohenstein    

 

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