Ertrug nie das Joch der Plage und vollzog das Ritual der Taufe vor 32 Jahren beim Clan der Kisiir.
(ach ja, in den Völkern Earthdawns steht ne Menge Käse, den ich nicht ganz ernst nehme. Ein Troll berichtet, die meisten Windlingspaare hätten nur ein Kind, manche zwei und ganz, ganz, ganz doll selten manche mal drei Kinder. Nun, das reicht schon lange, um diese Rasse aussterben zu lassen, aber er setzt noch einen oben drauf: Das zahlenmäßige Verhältnis von Mann und Frau sei nicht gleich, so dass die meisten Männer auch noch leer ausgehen und wir noch weniger Kinder haben... Was soll’s. Ich würde sagen hier hat sich ein dämlicher Troll gewaltig verarschen lassen.)
Er hatte Glück, dass schon in sehr jungen Jahren ein anderer Windling den quasselnden Knirps in sein Herz schloß, sein engster Freund, der zwanzig Jahre ältere Pietsch.
Wibbels war vor Ungeduld und Wissbegierde kaum zu halten, neue Geschichten zu erfahren, wenn der Windlingsheld von seinen Fahrten zurückkehrte. Häufig striffen sie durch die Wälder, die den Kisiir Heimat waren und beide fanden sie großen Gefallen daran, andere zu täuschen und zum Narren zu halten.
Pietsch erkannte, dass wohl auch Wibbels Adept war und auch wenn dieser ein wenig anders dachte und bald einer anderen Disziplin folgte als sein großes Vorbild, so lernte Wibbels doch mehr von seinem Freund, als von seinem Meister.
Sein erstes großes Abenteuer war es, Pietschs Mutprobe, die jeder männliche Windling ablegt, beizuwohnen. Gut zehn Jahre später zogen die beiden Wildlinge (wie Dragnar Wibbels später nannte) sogar gemeinsam auf Abenteuer aus und für Wibbels blieben es nicht nur Windlingswein-Geschichten, was Pietsch erlebte, sondern er wurde selbst Teil der Geschichten (die er schon so manchem Opfer zum Besten gab).
Der Tag Wibbels’ eigener Mannesprüfung rückte näher und er fasste den Entschluß, Pietsch auch einmal Geschichten erzählen zu können, von denen dieser noch nichts gehört hatte.
Und so brach Wibbels nach Vollendung seines dreißigsten Lebensjahres auf, um ebenso ein Held wie sein Freund zu werden. Zwar trafen sich die beiden, auch als sich Wibbels bereits einer Gruppe anschloß, noch gelegentlich, doch beide stets in ihre eigene Geschichte verstrickt. Und so werden sie zusammen reisen, wenn Wibbels glaubt, seinem Freund mindesten soviel erzählen zu können, wie dieser auf seinen Reisen erlebte.
Als er sein Heimatdorf hinter sich gelassen hatte traf er auf Inia mit der er einige Zeit gemeinsam reiste. Doch ihre Wege trennten sich in Throal, wo das Schicksal ihn an eine seltsame Gruppe band.
Wibbels, der selbst für einen Windling nicht gerade groß ist, trägt sein dunkel-braunes Haar zu Dreads verflochten, die ihm bis kurz unter die Nase reichen. Seine Hautfarbe trägt die rötlich-braune Farbe herabgefallenen Laubes und seine Augen, in dem für einen Windling auffällig rundlichen Gesicht, sind tief grün.
Um den Hals trägt er ein fast brustgroßes Amulett aus Harz in das mit Haaren Zeichen eingelassen worden sind, das er meistens jedoch unter der dunkel-grünen, viel zu weiten Robe trägt. An einen schmalen Gürtel hängen über der Robe verschiedenste Beutel und ein schlichter Dolch.
Die kleinen Füße stecken in leichten Lederstiefelchen. J